„Demographie, Digitalisierung und Diversity funktionieren nur noch gemeinsam“

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Drei Fragen an Christine Stürtz-Deligiannis, Abteilungsdirektorin Grundsatzfragen und Gremien bei der ING-DiBa AG Frankfurt und ddn-Vorstandsmitglied

 

Christine Stuertz-DeligiannisHeute richten sich unsere drei Fragen an die Strategin für Personalpolitik Christine Stürtz-Deligiannis. Ihre Expertise an der Schnittstelle von Politik und Wirtschaft ermöglicht ihr eine ganz besondere, mehrdimensionale Sichtweise zum Perspektivwechsel 3D.

 

1. Drei Perspektiven: Demographischer Wandel, Digitalisierung und Diversity. Welcher der drei Begriffe ist bei Ihnen gerade am stärksten Thema?

Ganz klar: Als Direktbank ist Digitalisierung das große Thema bei uns. Doch wer sich mit der digitalen Transformation auseinandersetzt, weiß auch, dass es nahezu unmöglich, dieses Thema isoliert zu behandeln. Deshalb müssen die zwei Megatrends Demographischer Wandel und Diversity stets mitgedacht werden. Denn der Markt erwartet es von uns. Wer in einer globalisierten Wirtschaft mitspielen möchte, muss sich intensiv mit diesen drei Phänomenen und deren Wechselwirkung beschäftigen. Soll heißen: Die Unternehmens- und Führungskultur ändert sich – in den Chefetagen, unter den Mitarbeiten und gleichermaßen auch für die Kunden. Geschäftsmodelle müssen deshalb angepasst ̶  und Arbeitsformen, die sich unmittelbar auf das Wirken der Mitarbeiter auswirken ̶  umgestaltet werden. Nur so können die Herausforderungen der Digitalisierung gemeistert werden.

 

2. Was erhoffen Sie sich vom ddn-Aktionstag am 14.09.?

Ganz besonders würde ich mir wünschen, dass sich die Stakeholder des ddn im Rahmen des Aktionstages begegnen, um Erfahrungen und Visionen auszutauschen wie auch Inspirationen für neue Konzepte zu sammeln – durch die Veranstaltung sowie durch detaillierte Einzelgespräche. Beispielsweise sehe ich unter anderem Handlungsbedarf im Hinblick auf die Fragen: Wie geht die neue Arbeitswelt mit dem Thema Recruiting um? Und wie gestaltet sich das Zusammenwirken zwischen demographischem Wandel, Digitalisierung und dem knapper werdenden Nachwuchs? Richtungsweisende Ansätze für eine Best Practice wären sehr hilfreich.

 

3. Ist Digital Leadership bei Ihnen schon ein Thema? Wenn ja, wie sehr? Und wo sehen Sie den Unterschied zum „klassischen Führungsstil“? 

Ja! Digital Leadership wird bei der ING-DiBa konzeptionell schon umgesetzt. Hier gilt die Devise: Wer zukunftsweisende Ziele und Ideen erreichen möchte, muss auch in die Zukunft und somit in die Digitalisierung investieren. Dabei geht es nicht nur um die technische Umsetzung, sondern vielmehr um das Führungsverständnis. Nur so kann sich die Bank weiterentwickeln, wettbewerbsfähig bleiben und ihren Kunden modernste Services bieten. Das Stichwort hier heißt Agilität: Nur, wenn die ING-DiBa beweglich bleibt, kann sie ihre Ziele erreichen. Das spiegelt sich vor allem in der Zusammenarbeit und dem Entwickeln neuer Ideen wider. Und genau hier kommt unser Programm „Navigator“ für die Führungskräfte ins Spiel. Denn sie sind die Treiber dieser Veränderung.

Das Navigator-Programm wurde gestartet, um einen Raum für Austausch und Orientierung zu schaffen. Workshops, Trainings und Arbeitsgruppen setzen Impulse für die Entwicklung eines neuen Führungsverständnisses. Dabei geht es darum, Verantwortung auf die Mitarbeiter zu übertragen, agil zu führen, ein Klima für Innovation sowie eine positive Fehlerkultur zu schaffen.

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