„Demographischer Wandel, Digitalsierung, Diversity – manchmal geht Probieren über Studieren“

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C_Werner

Drei Fragen an Christian Werner, Group Managing Director HR and Administration, Member Group Executive Committee, Scope SE & Co, ddn-Vorstand Finanzen

 

Die heutigen drei Fragen hinsichtlich des Aktionstages am 14. September richten sich an Christian Werner. Als Experte für HR und betriebliche Veränderungs- wie auch Transformationsthemen möchten wir seine Sichtweise im Hinblick auf die drei Megatrends näher kennenlernen.

 

Drei Perspektiven: Demographischer Wandel, Digitalisierung und Diversity. Welcher der drei Begriffe ist bei Ihnen gerade am stärksten Thema?

Für mich sind Demographischer Wandel und Digitalisierung nicht mehr zu trennen. Während bislang nur die Alterung im Vordergrund stand, müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die digitale Welt uns helfen wird, diese Herausforderungen zu meistern. Gleich im doppelten Sinne – zusammen mit den digital natives, die unaufhaltsam neue Maßstäbe in Arbeit, Gesellschaft und Lernen setzen.

Was erhoffen Sie sich vom ddn-Aktionstag am 14.09.?

Eine Aktivierung der Akteure im Austausch durch Transfer von Wissen und Erfahrungen. Zudem viele gute Anregungen für die Praxis, verbunden mit dem Mut, einfach mal auszuprobieren. Wir müssen uns damit anfreunden, dass Ausprobieren und Lernen auf dem Weg zur Lösung bereits die Lösung sein kann. Das Format einer technischen Zeichnung mit Maßstab und Angabe aller Maße haben in der Bewältigung der Herausforderungen von heute manchmal keinen Platz.

Ist Digital Leadership bei Ihnen schon ein Thema? Wenn ja, wie sehr? Und wo sehen Sie den Unterschied zum „klassischen Führungsstil“? 

Ja - vielseitig ist unsere Belegschaft. Wir haben italienische Analysten in Frankfurt, griechische in London und spanische in Oslo; vom 23-jährigen Berufsanfänger und digital native bis hin zum 65-jährigen Vollprofi. Wir verstehen die Vielfalt unserer Belegschaft als eine unserer größten Stärken. Aus diesem Grund haben wir ein ganzheitliches, generationenübergreifendes Personalmanagement entwickelt, das genau darauf einzahlt. Ziel ist es, auf Dauer eine lernende Organisation zu bleiben, die alle Altersgruppen und Erfahrungsebenen einbindet.  Virtuelles Arbeiten ermöglicht es, geographische, kulturelle und altersbezogene Vielfalt im Unternehmen zu gewährleisten. Das heißt auch virtuelle Führung - das ermöglicht Flexibilität für jeden einzelnen, um die eigene Lebenssituation und Beruf besser vereinbaren zu können. Jeder hat mittels virtuellen Arbeitens die Chance, mit an Bord zu bleiben. Die Herausforderung besteht allein darin, gemeinsame Regeln der virtuellen Zusammenarbeit und die dafür notwendige Unterstützung im Team zu schaffen. Virtuelles Arbeiten bedeutet daher für Scope: Distanzen, Vorurteile und Ängste zu überwinden; Präsenz zu schaffen; Ressourcen zu steigern. Dafür haben wir unser Virtual Work Handbook entwickelt: Dieses vermittelt auf spielerische und smarte Weise Virtual-Work-Kompetenzen im Arbeitsleben, um die Vorteile von virtueller Arbeit für alle Generationen (20-65) nutzbar zu machen.

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