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Generationenbilder und Digitalisierung – Das Kaleidoskop des Alters

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Am 13. Juni waren wir erneut im Stuttgarter Mercedes-Benz-Museum zu Gast. Diesmal ging es um „Generationenbilder und Digitalisierung“. Ziel war es, gemeinsam mit Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft herauszufinden, wofür das Alter heute steht, welche Altersformen es gibt und wie das Altern und die Neue Arbeitswelt zusammenpassen. Und mehr noch: Auch gebündelte Ergebnisse aus der Workshop-Reihe „NEW Work“ wurden präsentiert und dienten als Grundlage zur weiteren Themenbearbeitung im Rahmen der Veranstaltung.

Demographischer Wandel, Digitalisierung, Diversity - Drei Dimensionen   

Drei Megatrends, die eng zusammenhängen und unsere Arbeitswelt nachhaltig verändern. Entwicklungen, bei denen die Denkweisen mitgehen müssen, um die Herausforderungen, die jeder Wandel mit sich bringt, effizient meistern zu können. Vorurteile über vorherige oder nachkommende Generationen hemmen dabei den Fortschritt. Vor diesem Hintergrund luden wir gemeinsam mit Mercedes-Benz ins Mercedez-Benz-Museum, um das Phänomen Alter aus den drei D-Perspektiven neu zu beleuchten. In der von Mercedes-Benz entwickelten Mitmachausstellung „EY ALTER!“ konnten die Teilnehmer den demographischen Wandel am „eigenen Alter“ erleben und die klischeehaften Vorstellungen von Altersbildern beiseite räumen.

Die Praxis zählt!

Maßnahmen und Handlungsempfehlungen, um die Folgen des demographischen Wandels,  der Digitalisierung und einer immer vielfältiger werdenden Arbeitswelt zu meistern,  gibt es zur Genüge. Doch wie praxistauglich sind die HR-Maßnahmen? Zwei Diskussionsrunden mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft gaben Aufschluss. Ausgewählte Projektbeispiele aus dem Unternehmensalltag wurden vorgestellt, so dass die Teilnehmer wertvolle Impulse für die eigene Arbeit mitnehmen konnten.

Sagen Sie YES!

... zur Demografie-Initiative „Y.E.S. – Young, Experienced, together Successful” von Mercedes-Benz. Herzstück dieser Initiative ist die strategische Neuausrichtung des Unternehmens im Hinblick auf Produktionsorganisation und mit Fokus auf die alternde Belegschaft. Auch am Firmenbeispiel Mercedes-Benz wurde sichtbar, dass Menschen über 50 nicht weniger leistungsfähig sein müssen, sondern dass Betriebe von der Talentvielfalt und dem Erfahrungsschatz eines altersgemischten Teams stark profitieren können. In seinem Vortrag konstatierte Personalchef Heino Niederhausen: „Ziel bei Mercedes-Benz ist es, die PKW-Produktion so zu gestalten, dass erfahrene und junge Mitarbeiter gegenseitig von ihren Fähigkeiten profitieren können“.

Dass die Auseinandersetzung mit Altersbildern in deutschen Unternehmen nottut, zeigten auch die vorgestellten Ergebnisse aus der vorangegangenen Workshop-Reihe „NEW WORK“. An fünf Standorten hatten sich fünf Generationen zu den Themen „Digitalisierung und Diversity in Unternehmen“ ausgetauscht. Und das Ergebnis? „Altes Eisen“ birgt mehr nützliches Potenzial für Firmen als oftmals angenommen.

Diversity – Oder wie organisiere ich Vielfalt?

Auch die wachsende Vielfalt der Mitarbeiter in Unternehmen will gemanagt werden. Wie das am besten funktioniert, konnten die Teilenehmer im Workshop zum INQA-Projekt "SoViel" erfahren. Das Projekt "Soziale Vielfalt produktiv managen (SoViel)" hilft mit seiner Analyse den KMU, die Unterschiedlichkeiten innerhalb ihrer Belegschaft zu organisieren. Julia Beer, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Initiative für neue Qualität der Arbeit (INQA), stellte fest:  „Die Vielfalt nimmt zu und kann in Betrieben zur Herausforderung führen, gleichzeitig aber sogar ein Wettbewerbsvorteil sein“. Dass das zeitgleiche Führen von Festangestellten und Leiharbeiter/-innen, Fachkräften und Ungelernten oder Mitarbeiter/-innen verschiedener Abteilungen nicht jeder Abteilungsleiter mal eben aus dem Ärmel schüttelt, weiß das Institut für angewandte Arbeitswissenschaften (ifaa). In einem der parallelen Workshops bot das Forschungsinstitut deshalb den INQA-Diversity-Check „Vielfaltsbewusster Betrieb“ an. Dieses Analyseinstrument zeigt speziell mittelständischen Betrieben auf, wie das Potenzial einer vielfältigen Belegschaft identifiziert und nutzbar gemacht werden kann.  „Im Grunde geht es darum, Diversity-Management in den Unternehmen zu implementieren und strategische Lösungen – auch gemeinsam mit den Mitarbeitern- zu diesem Thema zu entwickeln“, so Nicole Öttersböck, wissenschaftliche Mitarbeiterin des ifaa.   

Zahlreiche Tools, Praxisbeispiele, Erfahrungen, Erkenntnisse wie auch viele Strategien konnten die Teilnehmer für ihre eigene Arbeit mitnehmen. Am 14. September krönen wir unsere bundesweite 3D-Aktionstagreihe mit der Abschlussveranstaltung in Düsseldorf. Seien Sie dabei. Weitere Informationen zum Programm wie auch zur Anmeldung finden Sie hier.

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