Dimensionen

NEW WORK – das Ganze im Blick behalten

Posted on Posted in Workshops

NEW WORK – das Ganze im Blick behalten

Der vorletzte Halt unserer bundesweiten Roadshow mit unserer Workshop-Reihe „NEW WORK“ war am 16. Mai in Dresden. Gemeinsam mit den SRH Hochschulen, der Charta der Vielfalt sowie den Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft legten wir den Fokus dieses Workshops auf die Chancen und Hindernisse, die der demographische Wandel, die Digitalisierung und eine stets bunter und vielfältiger werdende Arbeitswelt mit sich bringen: Was heißt es, Vielfalt im unternehmerischen Alltag strategisch zu nutzen? Wo liegen Chancen zur Bewältigung dingender Probleme – und wo verbergen sich Fallstricke, die schon so manchen gut gemeinten Ansatz zum Scheitern verurteilen?

Diversity – geht nur mehrdimensional!

Damit wirksame Diversity-Strategien tatsächlich auch Früchte tragen, bedarf das Diversity Management  laut Prof. Dr. Ronny Baierl, Fachbereich Betriebswirtschaft an der SRH Hochschule Berlin, unterschiedlicher Perspektiven. „Diversifizierte Diversität“ lautet sein Stichwort für eine erfolgreiche HR-Managementstrategie. Ein Konzept, das zum Ablegen der Scheuklappen anregt, um sich festgefahrener und überholter Strukturen zu entledigen. Und wie genau? Diversity – sprich, heterogene Gruppen – müssen mehrdimensional betrachtet werden. Ähnlich wie in der Mathematik sind Alter und Geschlecht nicht die einzigen Achsen, die ein Koordinatensystem der Arbeitswelt aufrechterhalten. Mehrdimensionalität bedeutet demnach auch Kontextualität: Weitere Achsen wie Herkunft, Bildungsgrad, aber auch individuelle Fähigkeiten sind ebenso als mehrdimensionale Achsen zu berücksichtigen. Und genau das Fehlen der mehrdimensionalen Sichtweise sei der Schwachpunkt des heutigen Diversity-Managements. Denn Diversity bedeute nicht, dass jede Arbeitsgemeinschaft heterogen gestaltet werden muss. Je nach Kontext könne auch Homogenität für die Zielführung von Nutzen sein. Soll heißen: Beinhaltet die unternehmerische Zielsetzung eine strategische Nutzbarkeit von sogenannten „Diversity Faultlines“ (Sollbruchstellen), sollten bereits bestehende homogene Strukturen weiterhin bestehen bleiben.

Der Digitalisierung, Demographie und Diversity mit Kreativität begegnen

Auch unser zweiter Referent Dr. Dirk Droste, Leiter des Entwicklungsbüros der Bosch Sensortec GmbH, belegte die Aussagen seines Mitreferenten durch Beispiele aus der Praxis. Durch spannende Einblicke demonstrierte Dr. Droste, dass solide Pläne zwar unabdingbar seien, um mit wirksamen Strategien den Herausforderungen der Neuen Arbeit begegnen zu können. Doch genauso bedürfe es vor allem Vertrauen und Kreativität, die Teil eines aufwendig entwickelten HRM-Konzeptes sind. Fortschritt und Digitalisierung begünstigen zwar unsere globale Vernetzung, haben jedoch in bestehenden Netzwerken zur Folge, dass sie vernachlässigt werden. Gerade im Wettbewerb sind diese Soft Skills entscheidend, da sie zahlreiche Gestaltungsdimensionen beinhalten. Denn nur mit kreativen Lösungsstrategien können solche Gefahren reduziert oder ganz vermieden werden.

Ob Student oder erfahrener Personalverantwortlicher – auch die Wünsche, Forderungen und Sorgen unseres Publikums – jenseits gängiger Klischees – zeigten, dass Personalführung ohne Kreativität und Vertrauen in einer Zeit des NEW WORK kaum noch möglich ist. Crowdworking, Work-Life-Balance oder Homeoffice – ganz klar: Maßnahmen, die künftig in einer stets vielfältiger werdenden Arbeitswelt immer wesentlicher werden. Doch zeigten die Erfahrungen unserer Gäste auch, dass „klassische“ Arbeitsweisen nach wie vor bestehen müssen. Diversifizierte Diversität eben!

Letzter Halt unserer Workshop-Reihe war am 22. Mai in Wiesbaden. Wie gelungene und innovative Maßnahmen à la NEW WORK aussehen können, wurde im Rahmen dieses vorgestellt. Hier erfahren Sie mehr über unsere Veranstaltung in Wiesbaden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *