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ddn-Aktionstag setzte Impulse für die Arbeitswelt 4.0

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ddn-Aktionstag setzte Impulse für die Arbeitswelt 4.0

Von Mainz bis Dresden und von Hamburg bis München - der ddn-Aktionstag "Arbeitswelt 4.0" schärfte den Blick am 20. Oktober mit insgesamt zehn Veranstaltungen für die vielfältigen Chancen und Risiken der Digitalisierung. Allein auf der Hauptveranstaltung in Mainz diskutierten knapp 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Zukunft der Arbeit. Deutlich wurde: Die Arbeitswelt steht vor enormen technologischen Veränderungen. "Doch wohin transformieren wir eigentlich? Was ist das Ziel?", rief der Keynote-Speaker Prof. Dr. Christoph Igel vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz den Zuhörern in Mainz zwei zentrale Fragen entgegen.

Genau hier setzte der Input vieler Referentinnen und Referenten an. So sensibilisierte der ddn-Vorstandsvorsitzende Rudolf Kast in Mainz dafür, die neuen technologischen Möglichkeiten in den Dienst von mehr betrieblicher Demokratie und Partizipation zu stellen. "Wir brauchen mehr Unternehmensbürger in den Betrieben, die sich untereinander vernetzen und neue Wege des Lernens und der Zusammenarbeit gehen", sagte Kast.

In diese Kerbe schlug auf der Aktionstagsveranstaltung in Erfurt auch der Soziologe Thomas Engel vom soziologischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Für eine "gesunde Digitalisierung" brauche es mehr individuelle und kollektive Gestaltungsspielräume. "Nur wenn über Arbeitszeit, Arbeitsmenge, Arbeitsplanung, neue Werkzeuge, Technik und Abläufe mitentschieden werden kann, wird die Digitalisierung nicht als von außen erzwungener Prozess erlebt", ist Engel überzeugt.

Ob die Gestalter-Werkstatt zur Zukunft der Arbeit in Neuss, der Dialog zwischen Studierenden und Unternehmern in Dortmund oder die Besichtigung der neuen Bürowelten der ZF Friedrichshafen AG - einen roten Faden arbeitete ddn auf den Veranstaltungen deutlich sichtbar heraus: Wenn aus technologischem Fortschritt sozialer Fortschritt werden soll, braucht es Visionen und Werte. Die Leitplanken der Digitalisierung können aus Sicht des ddn mit Werten wie Generationengerechtigkeit, Mitarbeiterorientierung und Demokratisierung der Arbeitswelt umrissen werden. "Unsere Vision ist die, dass neue Technologien gezielt dazu verwendet werden, um Arbeit gesünder, motivierender, selbstbestimmter und letztlich demographiefester zu gestalten. Damit das gelingt, sind die Beschäftigten rechtzeitig einzubeziehen, aber auch zu qualifizieren und für den notwendigen Wandel der Arbeitswelt zu sensibilisieren", erläuterte ddn-Geschäftsführerin Martina Schmeink.

Weitere Materialien zum bundesweiten Aktionstag finden Sie in der Rubrik "Der ddn-Aktionstag im Rückblick"

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