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Volkswagen: Innovative Arbeitsprozesse und ergonomische Arbeitsplätze

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Volkswagen: Innovative Arbeitsprozesse und ergonomische Arbeitsplätze

Mensch-Roboter-Kooperationen, neuartige IT-Systeme, 3D-Druck-Verfahren und einer der größten, zugleich modernsten und umweltfreundlichsten Pressstraßen in Europa – in der modernisierten Montagelinie für die neuen VW T-Baureihe am Standort Hannover setzt Volkswagen konsequent auf neue Technologien der Industrie 4.0. Gleichzeitig wurden bereits bei der Planung Aspekte wie Nachhaltigkeit und betriebliches Gesundheitsmanagement berücksichtigt. „In der ‚Neuen Zukunftsfähigen Montage‘ (NZM) sind für die neue T -Baureihe durch frühes Mitwirken des Gesundheitswesens ergonomische Einrichtungen und alternsgerechte Arbeitsplätze geschaffen worden“, erläutert Uwe Steinmeyer, am Standort Hannover innerhalb des Gesundheitswesen zuständig für den Fachbereich Ergonomie.

Wesentliche Neuerungen sind Mitfahrbänder sowie individuell höhenverstellbare Hängebahnen, mit deren Hilfe Fahrzeuge durch die Montage „schweben“. Durch die Hubeinrichtungen können dabei die Fahrzeugpositionen individuell an die Körpergröße und spezifische Arbeitsaufgabe des jeweiligen Mitarbeiters angepasst werden. Auf diese Weise wird die physische Belastung wesentlich reduziert. Zum Bewegen schwerer Teile stehen zudem äußerst leichte, aus Karbon gefertigte Hebehilfen zur Verfügung. Montageaufgaben in beengten und ergonomisch ungünstigen Positionen werden künftig Leichtbau-Roboter übernehmen, die Seite an Seite mit menschlichen Mitarbeitern arbeiten. Auch die Beleuchtung der Montagehallen wurde nach gesundheitlichen Gesichtspunkten konzipiert.

Ergonomisch und alternsgerechte Arbeitsplätze

Ziel all dieser Maßnahmen sei es, das Arbeitsumfeld der Mitarbeiter zu verbessern, betont der Leitende Werksarzt, Dr. Eckehard Stolz: „Hierzu gehört die Gestaltung ergonomischer Arbeitsplätze – auch unter Einbeziehung der demografischen Entwicklung. Konkret bedeutet dies: Die Beschäftigten sollen vor arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren geschützt, der Gesundheitsstand dauerhaft erhöht werden.“ Dies entspricht dem konzernweiten Verständnis eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements bei Volkswagen, das weit über klassische Gesundheitsvorsorge und Arbeitsschutz hinausgeht und insbesondere auch Aspekte wie Arbeitsorganisation und Ergonomie umfasst. Ziel sei es „mit Wissenschaft und Praxis einen Einklang zwischen ergonomisch modernen Arbeitsplätzen und innovativen Arbeitsprozessen zu schaffen“, heißt es auf der Internet-Präsenz des Volkswagen Konzerns.

Für den Leiter des Werks in Hannover, Udo Hitzmann, ist die Schaffung ergonomischer Arbeitsplätze gleichzeitig „Grundlage für das Erreichen von neuen Qualitäts- und Produktionszielen". Der Produktionsstart der sechsten Generation der T-Baureihe Mitte vergangenen Jahres war bereits vielversprechend: Mit mehr als 176.000 Fahrzeugen erzielte das Werk in Hannover 2015 das höchste Produktionsvolumen seit der Jahrtausendwende und übertraf damit die Produktion von 2015 um 4,3 Prozent.

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